Freitag, 26. April 2013

Schweizer Krimi



 Nachdem ich meinen Blog ja hier über lange Zeit schändlichst vernachlässigt habe, mir aber regelmäßig den festen Vorsatz mache, das zu ändern (Hilfe, ich hatte tatsächlich noch die Weihnachts-Wallpaper im Hintergrund!!), es aber trotzdem wieder nicht schaffe (ich weiß: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg…), habe ich mir heute dann doch selber mal in den Allerwertesten getreten und starte mit einer Buch-Rezension!

Nach meinem Rezensions-Debüt bei der Lesenden Minderheit vor ein paar Wochen, möchte ich nun von einem Buch berichten, zu dem ich irgendwie sogar einen persönlichen Bezug habe. Ich kenne nämlich die Autorin! 
Und nachdem ihre und meine Kurzgeschichten in der 5. und 6. Klasse unseres humanistischen Gymnasiums noch gemeinsam in Sammelbänden erschienen und die Auflage von je ca. 30 Exemplaren auch damals noch von unserer Deutschlehrerin Frau H. persönlich kopiert und gebunden wurde, hat sich meine Schriftsteller-Karriere dann eher auf unregelmäßige Blogeinträge und wortreiche Postings auf Facebook verlagert.

Hier ein Bild besagter jugendlicher Kurzgeschichte (wie man erkennt, hat Ina damals -wie wir alle - ihre Geschichten auch selber illustriert):

Ina Haller allerdings hat jetzt mit „Tod im Aargau“ bereits den 2. Krimi veröffentlicht! Und das mit Erfolg! Unter http://www.buch.ch/shop/krimis-thriller-14/kategorie-topseller/buch/ (dem Schweizer Pendant zu Buch.de) befindet sich ihre Neuerscheinung gleich hinter Dan Brown auf Platz 2!

Ina wohnt mittlerweile seit Jahren in der Schweiz, dort wo auch ihr Roman spielt. So stößt der deutsche Leser dann auch mal auf Wörter wie „Velo“ für Fahrrad oder bekommt einen kleinen Einblick in die Aufteilung nach Kantonen.
Da ich weiß, dass Ina zu Schulzeiten gleich hier im Bergischen Land aufgewachsen ist, fallen mir solche „einheimischen Besonderheiten“ vielleicht sogar noch mehr auf ;) Ich merke, Ina ist durch und durch Schweizerin geworden.

Jetzt denkt der gemeine Deutsche ja in erster Linie an hohe Berge, friedliche Almhütten, gemütliche Einheimische, Käsefondue und Toblerone, wenn er an die Schweiz denkt. Mit diesem Klischee räumt Ina in „Tod im Aargau“ kräftig auf! 

Gleich zum Auftakt: ein Mord! 

Erschüttert müssen die Protagonistin Andrina und ihre Kolleginnen des Cleve-Verlags die Leiche eines Erfolgsautors finden. Ausgerechnet auf der Bühne, auf der die Musical-Premiere zu dessen Buch aufgeführt werden soll.
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, auch Andrina gerät anfänglich in den Strudel der Verdächtigen. Wie gut, dass der smarte Ermittler Feller, zu dem sie sich von Anfang an hingezogen fühlt, diesen Verdacht aber schnell aus der Welt schaffen kann.
Als sich dann kurz darauf eine Kollegin und besondere Vertraute Andrinas überraschend das Leben nimmt und eine weitere Verlagsmitarbeiterin nur knapp einen Anschlag überlebt, nimmt die Geschichte einen rasanten Lauf.

Wie tief steckt Andrina selber in all dem drin? Denn auch sie selbst gerät in akute Gefahr. Ist ihr Exfreund eventuell der Täter? Wer sonst könnte einen Grund haben, ihr etwas anzutun?

Zusammen mit Feller durchlebt Andrina eine aufreibende Jagd gegen die Zeit und den Mörder, der immer näher zu rücken scheint! Hochspannung, besonders am Ende der Geschichte!
„Realistisch, unterhaltsam, erfrischend anders – nicht nur für Aargauer lesenswert“ schreibt der Emons-Verlag, unter dem „Tod im Aargau“ erschienen ist. Und damit hat er Recht!
Es gibt den Krimi auch als Ebook, habe ich gesehen. Ich habe allerdings die Taschenbuch-Version. Die kann mir Ina irgendwann mal signieren...

ISBN 978-3-95451-076-4 
www.emons-verlag.de
 
Also: Kaufen und junge Autorin unterstützen! :)